Kritisches in social media

19. Juli 2024

Kommentare in social media sind manchmal "schwierig"

Ein Kommentar in den Sozialen Medien auf meinen Post, dass Anton zwei Tage weg war, veranlasst mich etwas dazu zu schreiben. 

Da hieß es, dass nur gesicherter Freigang sinnvoll ist und dass es sehr unverantwortlich ist, eine Katze einfach so rauszulassen. Ein Tiergespräch wurde als Blödsinn abgetan. 😐

Hmmm, dazu möchte ich ein paar Fragen stellen:

-  warum ist es unverantwortlich? Weil der Katze etwas zustoßen könnte? Oder weil du dir dann keine Sorgen machen musst?

-  wie sieht gesicherter Freigang aus? An der Leine? In einem eingezäunten Bereich?

-  wer fühlt sich dann besser? Du oder die Katze?

-  kennst du die Sichtweise der Katze? Vor allem wenn du Tiergespräche in Frage stellst? Oder willst du das vielleicht lieber gar nicht wissen?

-  könnte es Egoismus sein, dass du die Katze "gesichert" wissen willst? Angst vor Kontrollverlust?

-  welches Recht haben wir Menschen, unsere Sichtweisen auf die der Tiere überzustülpen und vorauszusetzen, dass das das einzig Wahre ist?

Ich weiß, meine Fragen sind provokativ ... Absicht 🤗

Als ich Anton zum ersten Mal im Tiergespräch zu erklären versuchte, dass er jetzt ein Zuhause hat, sagte er mir ganz klar: Wozu brauche ich das, mach einfach die Türe auf".

Und er hatte recht! Betrachten wir das Ganze doch mal aus seiner Sicht.


Er hatte ein wildes Leben draußen in der Natur. Er kannte nichts anderes.

Dann hat man ihn eingefangen und ins Tierheim gebracht. (Mit bester Absicht, keine Frage, aus Menschensicht)

Andere Katzen, viele Katzen. Menschen, mit denen man bisher nur bei der Einfangaktion zu tun hatte.

Räume, geschlossen ohne Gras, ohne Wind, Sonne ... .

Keine Möglichkeit, da hin zu gehen, wo man möchte.

Angefasst werden, in kleine Boxen gesperrt werden und nicht wissen, was mit einem geschieht.


Es hat ihn keiner gefragt ... man hat vorausgesetzt, dass es für ihn "das Beste" ist.

Klar, er bekam medizinische Versorgung, er hatte es trocken und warm und bekam regelmäßig zu essen.

Die Menschen versuchten es ihm so gut wie möglich zu machen ... doch letztendlich hat ihn niemand gefragt und die vielen Veränderungen waren nur schockierend für ihn.

Mein Ziel war es immer, ihm zu zeigen, was ein Zuhause ist und ihm die Option zu geben, sein selbstbestimmtes Leben zu führen mit einem Zufluchtsort, wo er sicher, geliebt und versorgt ist.

Ich hatte übrigens auch schon Wohnungskatzen, wo es nicht möglich und vorstellbar war, ihnen selbstbestimmten Freigang zu gewähren.

Jedoch nur EINE Ansicht gelten zu lassen, das finde ich ziemlich respektlos.

Lebensumstände, Tiere und Menschen sind so individuell, da können optimale Lösungen doch auch nur individuell sein. 🤔

Unsere Tiere, auch wilde Tiere, müssen doch sowieso mit einer von Menschen dominierten Welt zurecht kommen.

Was gibt uns Menschen das Recht, so egoistisch zu sein, dass wir kompromisslos einen "gesicherten Freigang" als das einzig Wahre propagieren? Schöne Bezeichnung übrigens. Im Finden von schönen Worten in Bezug auf den Umgang mit Tieren sind Menschen Weltmeister.

Wir Menschen neigen dazu, alles kontrollieren zu wollen.

Wenn ich einer Katze Freigang gewähre, gebe ich die Kontrolle ab. Richtig.

Und ich erkenne mein Tier als eigenständige Persönlichkeit an und nicht als meinen Besitz.

Es heißt: "Lasse los, was du liebst - wenn es zu dir zurückkehrt, bleibt es für immer." 💖

Anton ist zurückgekehrt, aus freiem Willen.

Das was mir so wichtig ist, habe ich ihm gegeben: Ehrlichkeit, Wertschätzung, Anerkennung, Vertrauen und natürlich Liebe.

Und ich bekomme es zurück 🤗💖

Schreib mir gerne deine Ansichten, Meinungen, auch Sorgen, deine eigene Geschichte mit deinem Liebling zu diesem Thema. 

Ich werde nicht urteilen.


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